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Los geht's

Fensterputzer im 62. Stock

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62 Stockwerke, fast 257 Meter hoch: Der Messeturm gehört zu den höchsten Gebäuden Frankfurts.

Bis dort die Fassade komplett geputzt ist, kann es je nach Wetter bis zu einem Monat dauern. Wir haben uns in die Gondel geschwungen und einen Fensterputzer bei seiner Arbeit begleitet.

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Kleines Team, Riesen-Aufgabe: Die Fassade des Messeturms wird von einem achtköpfigen Team gereinigt. Einer von ihnen - Svetoslav Slavov (27). Er arbeitet seit drei Jahren am Messeturm.

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Geputzt wird je eine Fensterreihe - vertikal, von oben nach unten. Besonders knifflig: Durch die hervorstehenden Fernsterabsätze muss die Gondel zwischendurch neu justiert werden.

Mithilfe eines Schwenkarms wird der Abstand zwischen Gondel und Gebäude vergrößert, so dass auch die anderen Fensterreihen zu erreichen sind.

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Rund vier Stunden brauchen Slavov und sein Kollege, bis eine Reihe komplett geputzt ist.

Um die nächste Fensterreihe putzen zu können, muss oben die Gondel neu platziert werden.

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Höhenangst? Kennt der 27-Jährige nicht. "Für mich ist das Spaß. Ich liebe es, hier zu arbeiten“, erzählt er. Die Höhe verschaffe ihm vielmehr einen Adrenalin-Kick.

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Nicht unerheblich dafür: Die spektakuläre Aussicht auf Frankfurt.

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Aus Sicherheitsgründen werden die Fensterputzer jedes Jahr geschult - unter anderem darin, wie sie die Gondel benutzen müssen. Beim Putzen sind sie mit einem Klettergurt gesichert. Denn sobald die Fensterputzer sich in der Gondel bewegen, beginnt sie zu schwanken.

Geputzt wird zwischen Mai und Oktober. Allerdings nicht bei Regen oder Sturm. Schnell abbrechen kann nämlich schwierig werden.

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Wer erst einmal unten ist, braucht 24 Minuten, um mit der Gondel wieder ganz nach oben zu fahren.

Vier Stunden arbeitet Slavov an der Fassade, ehe es wieder nach oben geht in die Pause. Dazwischen etwas essen? In der Gondel verboten. Mal eben zur Toilette gehen? Schwierig.

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Auch ein Unterschied zur Arbeit am Boden: Damit nichts herunterfällt, sind Fensterwischer und -abzieher mit Schnüren an seinen Handgelenken befestigt.

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Damit die Fensterputzer draußen nicht auf sich allein gestellt sind, sind sie die ganze Zeit per Walkie Talkie mit dem Sicherheitspersonal verbunden.

Zu ernsthaften Problemen ist es aber bislang nicht gekommen, sagt Slavov.

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Wanda Zerebecka koordiniert die Fensterputzer. Sie weiß: Das ist kein Job für jeden. "Wenn Sie auf die 62. Etage kommen, sehen Sie sofort: Kann dieser Mensch in der Höhe arbeiten oder nicht", sagt sie.

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Wichtig sei, dass niemand mit Angst in die Gondel geht. "Den Job machen nur Leute, die Spaß daran haben, in der Höhe zu arbeiten und von oben Frankfurt zu bewundern", erklärt Zerebecka.

Selbst würde sie dort oben nie arbeiten, sagt sie und lacht.

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Dass Slavov hier arbeiten kann, macht ihn sichtlich ein bisschen stolz. "Der Messeturm ist wie eine Visitenkarte für Frankfurt", sagt er. Die Höhe - das sei schon etwas Besonderes.

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Voller Durchblick dank der Fensterputzer: Zweimal im Jahr kommen Slavov und seine Kollegen für die Reinigung an den Messeturm.

Im Herbst geht die Arbeit dann wieder von vorne los.


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